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Kostenlose Pflege-Checklisten für Angehörige und Pflegebedürftige

Mit den kostenlosen 24Pflegebox Pflege-Checklisten behalten Sie in wichtigen Pflegesituationen den Überblick. Ob Pflegegrad-Antrag, Begutachtung, Krankenhausentlassung, Widerspruch oder Organisation der häuslichen Pflege – die Vorlagen helfen Ihnen, wichtige Aufgaben Schritt für Schritt zu prüfen und besser vorbereitet zu sein.

Gerade für pflegende Angehörige sind Checklisten eine wertvolle Unterstützung im Alltag. Sie reduzieren Stress, schaffen Klarheit und helfen dabei, wichtige Unterlagen, Fristen und Aufgaben nicht zu vergessen.

Checklisten im Überblick

  • Pflegegrad-Antrag vorbereiten
  • Begutachtung durch MD oder Medicproof
  • Krankenhausentlassung organisieren
  • Häusliche Pflege strukturieren
  • Widerspruch gegen Pflegekassen-Bescheid prüfen
  • Pflegehilfsmittel-Bedarf einschätzen

Pflege-Checklisten

Die folgenden Checklisten sind aufklappbar. So bleibt die Seite übersichtlich, auch wenn viele Punkte geprüft werden müssen.

Pflegegrad-Antrag Checkliste

Hilft dabei, Unterlagen, Ansprechpartner und wichtige Schritte für den Antrag auf einen Pflegegrad vorzubereiten.

Diese Checkliste hilft dabei, den Antrag auf einen Pflegegrad strukturiert vorzubereiten und wichtige Unterlagen frühzeitig zusammenzustellen.

Vor dem Antrag

  • Pflegekasse der versicherten Person ermitteln
  • Versicherungsnummer bereitlegen
  • Kontaktdaten der pflegebedürftigen Person prüfen
  • Kontaktperson / Angehörige festlegen
  • Prüfen, ob bereits ein Pflegegrad besteht
  • Aktuelle gesundheitliche Einschränkungen notieren
  • Pflegebedarf im Alltag schriftlich festhalten
  • Pflegetagebuch beginnen

Wichtige Unterlagen sammeln

  • Arztberichte
  • Krankenhausberichte
  • Medikamentenplan
  • Diagnosen
  • Berichte von Therapeuten
  • Entlassungsberichte
  • Nachweise über Hilfsmittel
  • Pflegedienst-Unterlagen, falls vorhanden
  • Vollmacht oder Betreuerausweis, falls vorhanden

Pflegebedarf dokumentieren

  • Hilfe beim Aufstehen
  • Hilfe beim Waschen
  • Hilfe beim Duschen oder Baden
  • Hilfe beim Anziehen und Ausziehen
  • Hilfe beim Essen und Trinken
  • Hilfe beim Toilettengang
  • Unterstützung bei Inkontinenzversorgung
  • Hilfe bei Medikamenteneinnahme
  • Begleitung zu Arztterminen
  • Nächtliche Unterstützung
  • Beaufsichtigung wegen Sturzgefahr
  • Beaufsichtigung wegen Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit

Nach dem Antrag

  • Eingangsbestätigung der Pflegekasse prüfen
  • Termin zur Begutachtung notieren
  • Gutachtertermin vorbereiten
  • Pflegetagebuch weiterführen
  • Angehörige oder Vertrauensperson für den Termin einplanen
  • Unterlagen für den Begutachtungstermin bereitlegen

Begutachtung Checkliste

Unterstützt bei der Vorbereitung auf den Termin mit dem Medizinischen Dienst oder Medicproof.

Diese Checkliste unterstützt bei der Vorbereitung auf die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst oder Medicproof.

Termin vorbereiten

  • Datum und Uhrzeit des Begutachtungstermins notieren
  • Angehörige oder Pflegeperson für den Termin einplanen
  • Alle wichtigen Unterlagen bereitlegen
  • Pflegetagebuch griffbereit halten
  • Medikamentenplan bereitlegen
  • Hilfsmittel sichtbar bereithalten
  • Fragen und wichtige Punkte vorher notieren

Alltag realistisch darstellen

  • Nicht nur gute Tage beschreiben
  • Auch schlechte Tage erwähnen
  • Nächtliche Unterstützung ansprechen
  • Sturzgefahr erklären
  • Vergesslichkeit oder Orientierungslosigkeit beschreiben
  • Probleme bei Körperpflege offen benennen
  • Inkontinenzversorgung sachlich ansprechen
  • Angst, Unruhe oder Verweigerung dokumentieren
  • Belastung der Angehörigen beschreiben

Bereiche der Selbstständigkeit prüfen

  • Mobilität: Aufstehen, Gehen, Treppensteigen
  • Kognition: Orientierung, Erinnern, Verstehen
  • Verhalten: Unruhe, Ängste, Aggression, Weglaufen
  • Selbstversorgung: Waschen, Essen, Toilettengang
  • Medikamente und Therapien
  • Alltag: Tagesstruktur, Beschäftigung, soziale Kontakte

Während und nach der Begutachtung

  • Pflegebedarf ehrlich und vollständig schildern
  • Keine Einschränkungen verharmlosen
  • Konkrete Beispiele nennen
  • Pflegetagebuch zeigen
  • Arztberichte und Medikamentenplan vorlegen
  • Angehörige ergänzen lassen
  • Nachfragen stellen, wenn etwas unklar ist
  • Bescheid der Pflegekasse abwarten
  • Gutachten anfordern oder prüfen
  • Entscheidung mit tatsächlichem Pflegebedarf vergleichen
  • Bei Ablehnung oder zu niedrigem Pflegegrad Widerspruch prüfen

Krankenhausentlassung Checkliste

Zeigt, was vor der Rückkehr nach Hause organisiert werden sollte – von Medikamenten bis Hilfsmitteln.

Diese Checkliste hilft, die Rückkehr nach Hause nach einem Krankenhausaufenthalt vorzubereiten.

Vor der Entlassung klären

  • Entlassungstermin erfragen
  • Entlassungsbericht anfordern
  • Medikamentenplan mitgeben lassen
  • Neue Diagnosen oder Einschränkungen notieren
  • Nachsorgetermine klären
  • Hausarzt informieren
  • Transport nach Hause organisieren
  • Pflegebedarf nach Entlassung einschätzen

Versorgung zu Hause organisieren

  • Kann die Person allein zu Hause bleiben?
  • Wird ein Pflegedienst benötigt?
  • Wer übernimmt die Versorgung am ersten Tag?
  • Wer hilft beim Waschen, Anziehen und Essen?
  • Wer organisiert Medikamente?
  • Wer begleitet zu Arztterminen?
  • Gibt es nächtlichen Unterstützungsbedarf?
  • Sind Angehörige erreichbar?

Hilfsmittel prüfen

  • Pflegebett
  • Rollator
  • Rollstuhl
  • Toilettenstuhl
  • Duschstuhl
  • Haltegriffe
  • Inkontinenzmaterial
  • Einmalhandschuhe
  • Desinfektionsmittel
  • Bettschutzeinlagen
  • Hausnotruf

Medikamente, Behandlung und Pflegekasse

  • Medikamentenplan prüfen
  • Rezepte einlösen
  • Dosierung verstehen
  • Einnahmezeiten notieren
  • Wechselwirkungen mit Arzt oder Apotheke klären
  • Wundversorgung organisieren
  • Therapien planen
  • Kontrolltermine vereinbaren
  • Pflegegrad vorhanden?
  • Pflegegrad-Antrag stellen, falls noch nicht erfolgt
  • Höherstufung prüfen, falls sich der Zustand verschlechtert hat
  • Pflegehilfsmittel beantragen
  • Entlastungsbetrag prüfen
  • Pflegedienst-Angebote einholen
  • Pflegeberatung kontaktieren

Häusliche Pflege Checkliste

Hilft Angehörigen, Aufgaben, Versorgung, Hilfsmittel und Zuständigkeiten im Alltag zu strukturieren.

Diese Checkliste hilft Angehörigen, die häusliche Pflege besser zu strukturieren.

Grundversorgung

  • Körperpflege geregelt
  • Duschen oder Baden geregelt
  • Anziehen und Ausziehen geregelt
  • Toilettengänge geregelt
  • Inkontinenzversorgung geregelt
  • Essen und Trinken geregelt
  • Mobilität in der Wohnung geprüft
  • Nächtliche Hilfe geklärt

Medizinische Versorgung

  • Hausarzt bekannt
  • Fachärzte bekannt
  • Medikamentenplan aktuell
  • Medikamente regelmäßig verfügbar
  • Rezepte rechtzeitig organisiert
  • Wundversorgung geklärt
  • Therapien geplant
  • Notfallkontakte sichtbar hinterlegt

Aufgabenverteilung

  • Hauptpflegeperson festgelegt
  • Vertretung geregelt
  • Aufgaben zwischen Angehörigen verteilt
  • Pflegedienst eingebunden, falls nötig
  • Einkauf geregelt
  • Reinigung geregelt
  • Wäsche geregelt
  • Arztfahrten geregelt
  • Apothekengänge geregelt

Wohnung, Sicherheit und Dokumentation

  • Stolperfallen entfernt
  • Wege frei gemacht
  • Badezimmer sicher nutzbar
  • Haltegriffe geprüft
  • Beleuchtung ausreichend
  • Notrufmöglichkeit vorhanden
  • Telefonnummern sichtbar hinterlegt
  • Schlüsselzugang für Notfälle geklärt
  • Pflegetagebuch führen
  • Veränderungen notieren
  • Stürze dokumentieren
  • Nächtliche Unruhe dokumentieren
  • Vergesslichkeit dokumentieren
  • Neue Einschränkungen dokumentieren
  • Arzttermine dokumentieren
  • Medikamentenänderungen dokumentieren

Widerspruch Checkliste

Unterstützt dabei, Bescheid, Gutachten, Fristen und Nachweise geordnet zu prüfen.

Diese Checkliste hilft dabei, einen Widerspruch gegen einen Bescheid der Pflegekasse geordnet vorzubereiten.

Bescheid prüfen

  • Datum des Bescheids prüfen
  • Zugang des Bescheids notieren
  • Widerspruchsfrist prüfen
  • Bewilligten Pflegegrad prüfen
  • Ablehnungsgrund lesen
  • Rechtsbehelfsbelehrung prüfen
  • Gutachten anfordern, falls nicht vorhanden
  • Gutachten sorgfältig lesen

Frist sichern

  • Widerspruch rechtzeitig einlegen
  • Versicherungsnummer angeben
  • Bescheid-Datum nennen
  • Kurze Erklärung des Widerspruchs formulieren
  • Begründung nachreichen, falls noch nicht fertig
  • Versand nachweisbar dokumentieren
  • Kopie des Widerspruchs aufbewahren

Gutachten mit Alltag vergleichen

  • Wurde der Hilfebedarf bei Körperpflege richtig bewertet?
  • Wurde der Hilfebedarf beim Anziehen richtig bewertet?
  • Wurde der Hilfebedarf beim Essen und Trinken richtig bewertet?
  • Wurde der Toilettengang realistisch bewertet?
  • Wurde nächtliche Hilfe berücksichtigt?
  • Wurde Sturzgefahr berücksichtigt?
  • Wurde Vergesslichkeit berücksichtigt?
  • Wurde Verwirrtheit berücksichtigt?
  • Wurde psychische Belastung berücksichtigt?
  • Wurde die Belastung der Angehörigen ausreichend dargestellt?

Nachweise und Begründung

  • Pflegetagebuch
  • Arztberichte
  • Krankenhausberichte
  • Medikamentenplan
  • Berichte vom Pflegedienst
  • Therapieberichte
  • Fotos von Hilfsmitteln oder Wohnsituation, falls relevant
  • Dokumentation von Stürzen oder Notfällen
  • Stellungnahme von Angehörigen
  • Keine pauschalen Vorwürfe
  • Konkrete Alltagssituationen beschreiben
  • Häufigkeit der Hilfe nennen
  • Beispiele mit Datum oder Zeitraum nennen
  • Abweichungen zum Gutachten benennen
  • Verschlechterungen erklären
  • Nachweise geordnet beifügen

Pflegehilfsmittel Checkliste

Hilft einzuschätzen, welche Verbrauchsprodukte und Alltagshilfen regelmäßig benötigt werden.

Diese Checkliste hilft dabei, den regelmäßigen Bedarf an Pflegehilfsmitteln zu prüfen und besser zu organisieren.

Verbrauchsprodukte prüfen

  • Einmalhandschuhe
  • Händedesinfektion
  • Flächendesinfektion
  • Bettschutzeinlagen
  • Schutzschürzen
  • Mundschutz
  • Fingerlinge
  • Inkontinenzprodukte, falls benötigt
  • Müllbeutel für Pflegeabfälle
  • Reinigungstücher

Bedarf einschätzen

  • Wie oft wird täglich gepflegt?
  • Wird Körperpflege unterstützt?
  • Gibt es Inkontinenzversorgung?
  • Gibt es Wundversorgung?
  • Wird regelmäßig desinfiziert?
  • Werden Angehörige oder Pflegedienst eingebunden?
  • Reicht der Monatsvorrat aus?
  • Müssen Produkte angepasst werden?

Organisation

  • Pflegegrad vorhanden
  • Anspruch auf Pflegehilfsmittel prüfen
  • Anbieter auswählen
  • Antrag ausfüllen
  • Pflegekasse übermitteln lassen
  • Monatliche Lieferung prüfen
  • Produkte bei Bedarf anpassen
  • Vorrat regelmäßig kontrollieren

Alltag

  • Pflegeprodukte griffbereit lagern
  • Handschuhe trocken lagern
  • Desinfektion sicher aufbewahren
  • Verbrauch monatlich prüfen
  • Angehörige über Lagerort informieren
  • Pflegedienst über vorhandene Produkte informieren

Pflegehilfsmittel monatlich nutzen

Wenn ein Pflegegrad vorliegt und die Pflege zu Hause erfolgt, können Pflegehilfsmittel zum Verbrauch monatlich genutzt werden. 24Pflegebox unterstützt bei der Versorgung mit passenden Verbrauchsprodukten.

Pflegebox beantragen

Hinweis

Diese Checklisten dienen der allgemeinen Orientierung und Vorbereitung. Sie ersetzen keine individuelle Pflegeberatung, medizinische Einschätzung oder rechtliche Beratung. Welche Leistungen bewilligt werden, entscheidet die zuständige Pflegekasse auf Grundlage der gesetzlichen Voraussetzungen und der individuellen Pflegesituation.