Startseite › Ratgeber › Gewalt in der Pflege
Gewalt in der Pflege beginnt nicht erst bei körperlichen Übergriffen. Auch Anschreien, Beschimpfen, Drohen, Bevormunden, grober Umgang, Vernachlässigung oder respektlose Behandlung können Formen von Gewalt sein.
Pflegebedürftige Menschen sind besonders verletzlich, weil sie oft auf Hilfe angewiesen sind und sich nicht immer selbst schützen oder mitteilen können.
Bei akuter Gefahr, körperlicher Gewalt, Drohungen oder massiver Vernachlässigung sollte sofort Hilfe geholt werden.
110 Polizei bei Gefahr, Gewalt oder Drohungen.
112 Rettungsdienst bei medizinischem Notfall.
Gewalt kann in Pflegeeinrichtungen vorkommen, aber auch in der häuslichen Pflege. Gerade zu Hause bleibt sie häufig lange verborgen.
Überforderung, Schlafmangel, fehlende Entlastung, Demenz, Pflegeabwehr, Inkontinenzversorgung oder dauerhafte Konflikte können Eskalationen begünstigen. Das erklärt problematische Situationen, entschuldigt sie aber nicht.
Gewalt ist nicht nur körperlich. Auch Worte, Drohungen, Vernachlässigung oder entwürdigender Umgang können Pflegebedürftige stark belasten.
Schubsen, Festhalten, grobes Anfassen, Schlagen oder unsachgemäßer Umgang mit Pflegehandlungen.
Anschreien, Beschimpfen, Drohen, Einschüchtern, Ignorieren, Demütigen oder Bevormunden.
Fehlende Körperpflege, unbehandelte Wunden, verschmutzte Kleidung, fehlende Medikamente oder unzureichende Versorgung.
Warnzeichen sollten nie vorschnell abgetan werden. Einzelne Hinweise müssen nicht automatisch Gewalt beweisen, sollten aber Anlass sein, genauer hinzusehen und Hilfe einzubeziehen.
| Warnzeichen | Warum es relevant sein kann |
|---|---|
| Unerklärliche Verletzungen | Blutergüsse, Schürfwunden oder Schmerzen ohne plausible Erklärung sollten geprüft werden. |
| Angst vor bestimmten Personen | Rückzug, Erstarren oder sichtbare Angst können auf belastende Situationen hinweisen. |
| Schlechte Körperpflege oder verschmutzte Kleidung | Kann auf Überforderung, Vernachlässigung oder fehlende Versorgung hindeuten. |
| Unbehandelte Wunden oder fehlende Medikamente | Medizinische Versorgung darf nicht dauerhaft ausfallen. |
| Auffällig grober Umgang | Hektisches Ziehen, lautes Anfahren oder entwürdigender Umgang sind ernst zu nehmen. |
| Aussagen wie „Ich kann nicht mehr“ | Solche Aussagen von Pflegepersonen können ein Warnsignal für Eskalationsgefahr sein. |
Gewalt entsteht nicht aus einem einzelnen Faktor. Häufig kommen Überforderung, fehlende Unterstützung und schwierige Pflegesituationen zusammen.
Bei akuter Gefahr, körperlicher Gewalt, Drohungen oder massiver Vernachlässigung sollte nicht abgewartet werden.
110 Polizei rufen, wenn Gefahr, Gewalt, Drohungen oder Schutzbedarf bestehen.
112 Rettungsdienst rufen, wenn medizinische Hilfe sofort nötig ist.
Wenn keine akute Gefahr besteht, aber wiederkehrende Eskalationen auftreten, sollten frühzeitig Beratung und Entlastung einbezogen werden.
Pflegeberatung kann helfen, Leistungen, Entlastung, Hilfsmittel, Pflegedienst oder Krisenwege zu klären.
Pflegekasse oder Pflegedienst können einbezogen werden, wenn Versorgung nicht mehr sicher organisiert ist.
Bei psychischer Belastung, Erschöpfung oder Kontrollverlust können ärztliche und spezialisierte Hilfen wichtig sein.
Wichtig ist auch der Blick auf die Pflegeperson. Wer merkt, dass er schreit, grob wird, die Kontrolle verliert oder die Pflege nicht mehr aushält, muss Entlastung organisieren.
Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Warnsignal. Pflege darf nicht allein und ohne Pausen getragen werden.
Gewaltprävention bedeutet, Pflege nicht allein und ohne Pausen zu tragen. Angehörige brauchen Wissen, Entlastung, Hilfsmittel und klare Notfallwege.
Beratung hilft, Leistungen, Entlastungsangebote, Hilfsmittel und Unterstützungsmöglichkeiten besser zu nutzen.
Regelmäßige Pausen, Vertretung und externe Unterstützung reduzieren Überlastung und Eskalationsrisiken.
Pflegebedürftige Menschen brauchen Schutz, Respekt und eine Versorgung, die ihre Würde wahrt.
Rückzug, Vermeidung oder Angst vor bestimmten Personen ernst nehmen.
Angst kann viele Ursachen haben. Wenn sie im Zusammenhang mit bestimmten Personen, Pflegesituationen oder Einrichtungen auftritt, sollte genauer hingesehen und Schutz organisiert werden.
Überforderung früh erkennen und Entlastung verbindlich organisieren.
Wiederkehrendes Schreien, grober Umgang, Kontrollverlust oder starke Erschöpfung sind Warnsignale. Pflegeberatung, Entlastungsleistungen und externe Hilfe sollten dann nicht aufgeschoben werden.
Körperpflege, Medikamente, Ernährung und Wunden prüfen.
Schlechte Körperpflege, verschmutzte Kleidung, unbehandelte Wunden, fehlende Medikamente oder starke Gewichtsveränderungen sollten ernst genommen und abgeklärt werden.
Wenn Pflege dauerhaft überfordert, helfen Dokumentation, Beratung und Entlastung. 24Pflegebox unterstützt bei der Versorgung mit Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
Nein. Auch Anschreien, Beschimpfen, Drohen, Bevormunden, grober Umgang, Vernachlässigung oder respektlose Behandlung können Formen von Gewalt sein.
Unerklärliche Verletzungen, Angst vor bestimmten Personen, Rückzug, schlechte Körperpflege, verschmutzte Kleidung, unbehandelte Wunden, fehlende Medikamente oder auffällig grober Umgang sollten ernst genommen werden.
Bei akuter Gefahr, körperlicher Gewalt, Drohungen oder massiver Vernachlässigung sollte sofort die Polizei unter 110 gerufen werden. Bei medizinischen Notfällen gilt 112.
Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, Tagespflege, Pflegedienst, Pflegeberatung, Hilfsmittel, Aufgabenverteilung und gegebenenfalls eine Höherstufung können helfen, die Situation zu entschärfen.
Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine rechtliche, medizinische oder individuelle Pflegeberatung. Bei akuter Gefahr, körperlicher Gewalt, Drohungen oder massiver Vernachlässigung sollte sofort die Polizei unter 110 gerufen werden. Bei medizinischen Notfällen gilt 112.
Als zugelassener Leistungserbringer für Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI versorgen wir pflegebedürftige Menschen deutschlandweit mit ihrer monatlichen Pflegebox – zuverlässig, persönlich und vollständig von der Pflegekasse übernommen.
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